Wie "rockende Braut"?

Der Name die Rockende Braut steht für das, was uns als Gemeinde ausmacht. Rockende Braut bedeutet für uns zu wissen und zu leben, dass wir zu Gott gehören wie eine Braut zu ihrem Bräutigam.

„Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet.“
Offenbarung 19,7

Wir wollen Gemeinde bauen mit den Gaben und Fähigkeiten, die jeder einzelne in sich trägt und die Gott uns gibt. Wir sind kreativ, und Kunst und Kreativität zeigen, dass wir nach dem Ebenbild Gottes gemacht sind.

Auf der persönlichen Ebene und auch als Gemeinde wollen wir uns nicht nur um uns selbst drehen. Nicht Leistungen haben uns fürs Christsein qualifiziert, nicht ein gleicher Look macht uns eins, sondern weil Gott uns komplett angenommen hat, wie wir sind (das ist Liebe!), sind wir eins – Brüder und Schwestern, ein Leib, seine Braut. Deswegen können wir auch andere annehmen, wie sie sind, und nicht nur in gleichgültiger Art stehen lassen.

Wir gehen nicht zur rockenden Braut, wir sind die rockende Braut.

Wir begrüßen Gemeinschaft, Beten, Feiern, Mitfiebern, Freuen, Weinen und Ehrlichsein. Auch das ist ein Teil von dem “So wie wir sind”. Das heißt Gemeindesein für uns: zusammenwachsen und zusammen wachsen. Wir wollen das Kirchen- und Gemeindebild ergänzen und genau für unsere Freunde, Bekannten und für Kirchendistanzierte oder Kirchenfrustrierte Gemeinde sein. Wir sind da, wo unsere Leute sind – und das nicht nur theoretisch.

 

Wir sind dabei zu lernen, dass wir selbst nicht immer das wichtigste sind, sondern wir versuchen den anderen höher zu achten als uns selbst. Auf der persönlichen Ebene und auch als Gemeinde wollen wir uns nicht nur um uns selbst drehen.

Wir sind Teil der gesamten christlichen Kirche. Und als dieser einfach so, wie wir sind. Mal laut und bunt, mal puristisch, mal leise - es müssen auch gar nicht immer Extreme sein. Wo wir in theologischen Fragen mit anderen Christen unterschiedliche Standpunkte haben, tauschen wir uns gerne darüber aus - aber nur in dem Bewusstsein, dass uns viel mehr verbindet als trennt und dass viele Punkte zwar wichtig, aber nicht die Hauptsache sind.

Woher? Warum? Wohin?

Am Anfang wurden diese Erde und alles, was auf ihr ist, perfekt geschaffen. Im ersten Buch Mose steht „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.” Menschen sind als Ebenbilder Gottes geschaffen. Sünde, Leid und all dieser ganze Scheiß waren nicht vorhanden. Mit dem Sündenfall hat sich alles verändert. Die Menschheit ist von ihm getrennt, aber das ist nicht alles. Wir sind auch nicht mehr so, wie Gott uns geschaffen hat. Diese Welt - wie sie jetzt ist - ist nicht unser Zuhause. Die ganze Schöpfung ist zurzeit nicht normal - nicht so, wie sie sein soll.

Deshalb sandte Gott seinen Sohn: Jesus. Der ließ sich kreuzigen, damit alles wiederhergestellt werden kann. Seine Auferstehung zeigt, dass er wahrhaftig Gottes Sohn ist und nicht nur ein lustiger Religionsgründer. Er wird wiederkommen und dann wird alles Üble in gerechtester Weise gerichtet werden. Die, die sich zu ihm stellen, werden ewig mit ihm leben.

Wer ist Gott?

Es gibt genau einen Gott. Dieser Gott ist nicht in allem, was ist, sondern er ist der Schöpfer von allem, was ist. Er hat eine Persönlichkeit - wie wir - nur besser, unendlicher, schöner. Er hat das Universum nicht nur geschaffen und sich dann zurückgezogen, sondern er mischte sich immer wieder und auch heute noch aktiv in das Weltgeschehen ein. Ein Gott – drei Personen (auch wenn wir das nie ganz kapieren):

VaterEr ist der Vater, der uns liebt. Er ist der, der sooooooo sehr diese Welt liebt, dass er seinen Sohn gab. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn ist er der Vater, der auf den verlorenen Sohn wartet. Gleichzeitig sagt er zu seinem anderen Sohn: „Du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein.” Paulus und Jesus sagen, wir können ihn Papa nennen.

 

SohnJesus. Jesus existierte schon vor seinem menschlichen Leben beim Vater. Er ist sein Sohn. Er ist der Messias, der im Alten Testament erwartet wurde. Er ist richtig Mensch geworden, nur sündigte er nie. Er ließ sich freiwillig für uns opfern. Er ist auferstanden. Er ist der große Liebhaber, er ist unser Bräutigam. Er ist der, der alles für uns getan hat.

 

Heiliger GeistEr ist der, der seitdem Jesus zurück in den Himmel gegangen ist, bei uns ist. Er lebt in uns und verändert uns. Er ist unser Tröster, unser Beistand, unser Trainer. Er ermahnt uns, lehrt uns und erinnert uns an alles, was Jesus getan hat! Er bezeugt uns, dass wir Gottes Kinder sind. Der Charakter des Heiligen Geistes ist nicht anders als der von Jesus. Und Jesus sagt „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Sie sind eins.

Was ist Glaube?

Glauben besteht aus drei Dingen. Zum einen ein Führwahrhalten, ein verstandesmäßiges Zustimmen zu einer Wahrheit: Gott existiert. Er ist eine Person und keine Energie oder Ähnliches. Als zweites Vertrauen in einer Beziehung - ich kann mich Gott völlig ausliefern, weil er mein Schöpfer ist. Und drittens hat Glauben natürlich auch Auswirkungen auf unser Handeln. Dabei geht es nicht um Gesetzlichkeit, sondern wir glauben, dass alle Gebote Gottes letztendlich aufzeigen, wie man in Liebe miteinander leben kann. Glauben ist nicht vom Rest des Lebens losgelöst: Die natürliche und die übernatürliche Welt sind beide Gottes Welt und gehören zusammen.

„Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.“
Kolosser 1,16-17

Das heißt, dass alles, was wir so machen, wie Gott es sich vorstellt, geistlich ist. Es gibt Zeiten, in denen Geschirr spülen millionenfach wichtiger ist als predigen, oder Autos reparieren wichtiger ist als heilen. Es gibt auch andere Momente. Aber alles ist geistlich, wenn die Motivation dahinter echte Liebe ist.

Wie ändert dieser Glaube nun unser Leben? Wir können nur mit Gott wieder ins Reine kommen, indem wir glauben. Wir sind auf seine Gnade angewiesen und die können wir nur im Glauben annehmen. Genauso werden wir auch verändert: allein durch Glauben in jedem Augenblick. Wir müssen nicht erst uns selbst verändern und dann ist Gott gnädig, sondern Gott liebt uns und das verändert uns. Jeder Christ, ob er in einer Gemeinde angestellt ist, bei einer Dönerbude arbeitet, Lehrer ist oder Galaxien erforscht, ist Vollzeitmitarbeiter in Gottes Reich - eben an dem Ort, wo er gerade ist.

Wie kommen wir zum schönen Hannover?

Gott ist dabei, seine Welt zurückzuerobern. Er will die Wiederherstellung von ganzen Personen: Unser Gewissen will er sensibilisieren, unsere psychologischen Seltsamkeiten heilen, uns von Ängsten befreien, unseren falschen Stolz kicken, unsere Minderwertigkeitsgefühle und Beziehungsschwierigkeiten ins Gegenteil verwandeln und in uns eine „unkranke“ Gedankenwelt schaffen. Wir sind Täter und Opfer. Wir müssen anerkennen, dass wir selbst sündigen und Vergebung brauchen und Dinge in Ordnung bringen müssen. Und dass wir unter unseren eigenen Verfehlungen und den Verfehlungen anderer leiden und Heilung benötigen. Menschen sind nicht der Mittelpunkt der Welt. Gott ist es!

Diese Wiederherstellung findet heute statt, wenn auch noch nicht in perfekter Form. Komplett wird sie erst, wenn Jesus wiederkommt. Wir bereiten sie vor. Wir leben in Hannover und natürlich ist diese Stadt dafür unser erster Fokus. Die gesamte Welt ist inzwischen aber sehr stark vernetzt, deshalb wollen wir dort, wo es uns möglich ist, Einfluss durch unser Handeln nehmen. Wir wollen Friedensstifter sein.

Was bekennen wir?

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinab gestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung von den Toten und das ewige Leben.

Wozu Taufe?

Die Taufe ist nach unserem Verständnis der sichtbare Schritt, das alte Leben an den Nagel zu hängen und das neue von Gott geschenkte Leben anzunehmen.

„Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“
Markus 16,16

Wir glauben, dass die Taufe eine bewusste Entscheidung ist, deshalb taufen wir keine kleinen Kinder. Diese segnen wir in die Gemeinde ein. Dennoch nehmen wir Jugendliche oder Erwachsene bei uns als Mitglieder auf, die ihre Kindertaufe für sich als gültig ansehen.

„Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Apostelgeschichte 2,37-38

Wir glauben, dass der Heilige Geist uns erfüllt, aber echtes Christsein beginnt nicht erst mit einer sogenannten zweiten Taufe im Geist.

„Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.“
1. Korinther 12,13

Wozu Abendmahl?

Wir feiern das Abendmahl als Erinnerung daran, dass Jesus Christus für unsere Verfehlungen, unsere Sünden gestorben ist. Das Abendmahl hält uns plastisch vor Augen, dass wir durch Jesus nun mit Gott in seinem neuen Bund leben. Er nennt uns Freunde. Wir sind jetzt Kinder Gottes. Laut 1. Korinther 11,23-34 darf jeder das Abendmahl einnehmen, der an Jesus glaubt und ihn als den Sohn Gottes sieht.

„Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ 
1. Korinther 11,23-26